Vom Sportmanagement Lernen

RÜCKBLICK: VERANSTALTUNG MIT WOLFGANG HEYDER

Die Sitzplätze in der alten Pakethalle auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Coburg füllten sich äußerst schnell. Grund dafür war der Auftritt von Wolfgang Heyder, der als neuer Geschäftsführer seit März 2015 den Handballclub „HSC 2000 Coburg“ leitet. Der erfahrene Sportmanager referierte Mitte Mai über seine langjährigen Erfahrungen und Erfolgsstrategien aus der Welt des Sports und schlug gleichzeitig die Brücke zum modernen Management. Unter dem Titel: „In Führung gehen – was Jungunternehmer vom Sportmanagement lernen können“ inspirierte Wolfgang Heyder besonders Existenzgründer als auch Jungunternehmer und regte mit seinem Vortrag an „über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken“. Schließlich könne man Lösungsansätze und Ideen aus dem Sportmanagement für die eigene Selbständigkeit nutzen und in die tägliche Arbeit einbeziehen, so der Experte.

Der Vortrag fand während der Coburger Designtage statt. Kreativität und Innovationsgeist sind wichtige Grundvoraussetzungen, um aus einer individuellen Geschäftsidee ein erfolgreiches Unternehmen zu formen. Heyder, der erst Lehramt studierte und sein Staatsexamen für Hauptschule und Gymnasium absolvierte, begann nach seiner Ausbildung eine Karriere im Bereich des Sports. Er trainierte Auswahlmann-, Bundesliga- und Nationalmannschaften und sammelte Erfahrungen im Umgang mit Sportlern und Sponsoren. Er war außerdem an der Gründung und dem Aufbau einer Event-Agentur beteiligt, was seine Karriere später maßgeblich beeinflusste. „Durch die Arbeit in der Agentur habe ich gelernt mit Spielern und Managern umzugehen. Eine wichtige Lebenserfahrung“, so Heyder. Während seines Vortrags erzählte er auch aus seiner wohl erfolgreichsten Zeit, als er als Sportdirektor und Geschäftsführer bei den Brose Baskets in Bamberg tätig und maßgeblich für den Erfolg der Mannschaft und des Vereins verantwortlich war. Heyder - das wird schnell klar - ist keiner, der etwas dem Zufall überlässt und weiß, was es heißt zu motivieren, seine Ziele zu verfolgen und letztendlich zu gewinnen. Nicht nur die Meistertitel und Pokalsiege, die seine Laufbahn bisher begleiteten, machen dies deutlich.

Als Trainer und Manager hat er gelernt, wie ein Verein aufgestellt sein muss, um sich weiter zu entwickelt. Er referierte über Führungsstile und seinen individuellen Umgang mit den Trainern, den Betreuern, den Sponsoren und natürlich den Spielern. Wer erfolgreich sein möchte, sollte sich seiner Meinung nach nicht mit Dingen aufhalten, die nicht zu ändern sind. „Suchen Sie nicht nach Problemen, sondern nach Lösungen. Wie kann aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke entwickelt werden?“, so sein Credo.

Der Fachvortrag war zurückzuführen auf eine Initiative des Existenzgründernetzwerkes Coburg. Diesem Netzwerk gehören die Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis Coburg, die Industrie- und Handelskammer zu Coburg, die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, die Handwerkskammer für Oberfranken mit freundlicher Unterstützung der Wirtschaftsjunioren Coburg an. 


Iris Kroon-Lottes, Freie Journalistin.