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Bayerischer Anerkennungspreis für Coburger Designerin

Mit ihrem innovativen Holzspielzeug "Nini Amici" konnte Nina Renth die Jury beim Bayerischen Staatspreis für Nachwusdesigner überzeugen und gewinnt den mit 1.000 € dotierten Anerkennungspreis. Herzlichen Glückwunsch!

 

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Gamification im Einzelhandel gewinnt 1. Coburger Gründer:Pitch!

Im Rahmen des Gründertages "CO:Existenz - Der Tag für Gründer und Jungunternehmer im Coburger Land!" fand der 1. Coburger Gründer:Pitch statt, der auf Anhieb ein voller Erfolg wurde. Sechs Gründer aus dem Coburger Land präsentierten ihre innovativen Geschäfts- ideen einer Expertenjury und dem anwesenden Publikum. Von der Vermittlungsplattform für Schafe über einen individuell gestaltbaren Wand- flaschenöffner bis zur IT-Sicherheits-beratung wurden an diesem Abend interessante, kreative und neuartige Ideen vorgestellt, die das Potenzial der Coburger Gründerszene repräsentierten. Am meisten überzeugte die Jury und das Publikum die Idee des Gamifications im Einzelhandel von Markus Hülß. Mit der Idee die Prinzipien von Videospielen im Einzelhandel einzusetzen und somit Kundenbindung und Umsatz zu erhöhen, sahen die Anwesenden das größte Potenzial für die Zukunft.


J.M.P. Fenster in Ahorn

J.M.P. Fenster ist ein noch recht junges Unternehmen. Als Fachbetrieb übernimmt J.M.P. alle Arbeiten rund um Fenster, Türen und Sonnenschutz sowohl für gewerbliche als auch für private Bauherren. Darüber hinaus verfügt das Team über umfangreiche Kompetenzen in weiteren Gewerken des Innenausbaus wie zum Beispiel im Trockenbau, bei Boden- oder Fliesenarbeiten. Als Sitz hat die Firma einen ehemaligen Einkaufsmarkt in der Ortsmitte von Ahorn gewählt. 

 

Im Interview berichtet die Mitgründerin Monika Galuba-Hoja von ihrem Start in die Selbstständigkeit.

 

Frau Galuba-Hoja, wann haben Sie J.M.P. Fenster gegründet und wie kam es dazu?
Bis 2018 war ich noch für ein anderes Unternehmen in dieser Branche als kaufmännische Mitarbeiterin tätig. Der Markt war groß und potentielle Kunden gab es viele. Ich hatte eine Vision von dem, was ich anders machen wollte als mein damaliger Arbeitgeber. So wagte ich, zusammen mit meinem Bruder, den Schritt in die Selbstständigkeit.

 

Sie stammen selbst also aus dem kaufmännischen Bereich. Woher kommt da die Motivation ein Handwerksunternehmen zu führen?
Wie schon gesagt, ich kannte dieses spezielle Business. Darauf wollte ich aufbauen. Ich liebe den Umgang mit Kunden und bin eine gute Verkäuferin. Meine Motivation ist es, nach einem erledigten Auftrag zufriedene und glückliche Kunden zu haben, welche uns weiterempfehlen. Ich freue mich, wenn wir unsere Auftraggeber mit Leistung überzeugen können und diese im Idealfall nach einigen Jahren mit einer neuen Anfrage wieder zu uns kommen.


Wie lief der Start?
Wir fingen ja buchstäblich bei null an. Zunächst gab es kein Auto, wir hatten noch kein Werkzeug und auch die Immobiliensuche gestaltete sich schwierig. Zwischenzeitlich sind wir schon mehrmals umgezogen. Jetzt bin ich mir aber sicher, dass wir das perfekte Objekt gefunden haben. An unserem neuen Standort in Ahorn ergeben sich gleich mehrere Synergien und wir haben ausreichend Platz und Parkplätze für unsere Kunden. In Kürze werden wir hier auch einen Showroom einrichten.


Was unterscheidet Ihr Unternehmen von der Konkurrenz?
Gerade im Bereich Fenster bieten wir ein breites Spektrum an. Ob Premium Produkt oder Produkt mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis, bei uns findet jeder das für sich passende. Neben der großen Auswahl ist aber vor allem das umfangreiche Leistungsangebot unser Aushängeschild. Unsere Kunden schätzen es, dass wir viele verschiedene Gewerke übernehmen können und sie so nicht mehrere Firmen beauftragen müssen.

 
Wie sieht es denn aktuell mit qualifiziertem Personal aus?
Das Handwerker-Team besteht derzeit aus sechs sehr guten Monteuren. Ob Trocken- und Fensterbau, Putz, Bodenbeläge oder allgemeine Renovierungsarbeiten, in allen Bereichen kann ich auf eine motivierte und kompetente Mannschaft zählen. Aber es hat fast ein Jahr gedauert bis wir komplett waren. Doch jetzt sind wir gut aufgestellt, wie uns auch die Rückmeldungen unserer Kunden zeigen.

 
Angestelltenverhältnis und Unternehmertum. Sie kennen beides! Was sind die Unterschiede?  
Als Unternehmerin habe ich wenig Zeit, denke häufig an die Arbeit und frage mich laufend, ob meine Planungen passen. Das klingt jetzt allerdings viel zu negativ (lacht). Die positiven Seiten überwiegen für mich deutlich. Ich bin meine eigene Chefin und frei in der Gestaltung meiner Prozesse, meiner Arbeitszeit und vor allem auch frei in der Umsetzung von meiner Vorstellung von Service- und Kundenorientierung. Als Mutter von drei Kindern schätze ich diese Freiheit sehr, denn so kann ich täglich mehrmals zwischen Beruf und Familie wechseln. Der Übergang ist oftmals fließend. 


Was waren bisher die spannendsten Aufträge?
In jedem Fall die Überregionalen. Wir haben schon Fenster in Köln, Leipzig und sogar in der Schweiz montieren dürfen. Aber man trifft überall immer wieder auf viele tolle, freundliche und korrekte Menschen. Für mich ist deshalb eigentlich jeder Auftrag schön und spannend.

 
Würden Sie heute bei einer erneuten Gründung etwas anders machen?
Im Nachhinein ist man immer schlauer und ich habe sicher an der einen oder anderen Stelle Lehrgeld bezahlt. Ich verbuche das unter „Erfahrung gesammelt“. Unterm Strich würde ich aber alles wieder genauso machen. Für mich war der Weg in die Selbstständigkeit die beste Entscheidung, welche ich treffen konnte. Ich habe diesen Schritt kein bisschen bereut.


Was braucht ein erfolgreicher Gründer und was würden Sie anderen empfehlen?
Ein Gründer braucht Geduld, starke Nerven und einen eisernen Willen! In der Anfangszeit meines Unternehmens war ich überrascht zu erfahren, wie viele Beratungsstellen es für Gründer gibt. Deshalb ist meine Empfehlung: Nutzt diese und lasst euch beraten. Holt euch ehrliche Meinungen ein und nehmt Unterstützungsangebote an. Ich würde mir zudem wünschen, dass es noch mehr Unternehmer gibt, welche ihre Erfahrungen weitergeben. Auch wenn es wichtig ist seine eigenen Erfahrungen zu sammeln, so muss man dennoch nicht die Fehler noch einmal machen, welche andere bereits gemacht haben.